Royal Enfield Bullet 500 Classic EFI

Die Firma Royal Enfield wurde 1893 in Redditch bei Birmingham gegründet und baute ihr erstes Motorrad im Jahr 1901
Sie ist älter als Triumph (gegr. 1886, erstes Motorrad gebaut 1902),
Indian (gegr. 1901, erstes Motorrad gebaut 1901), Harley-Davidson (gegr. 1903, erstes Motorrad
gebaut 1907) und Husqvarna (gegr. 1889, erstes Motorrad gebaut 1903).
Eine Bullet muss unter Kennern nicht eigens vorgestellt werden, es ist eines der verkanntesten Motorräder der Geschichte.
Fast unzerstöhrbar, gut fahrbar auf schlechten Strassen, klassisch schön, praktisch in der Handhabung und leicht zu reparieren.
Sie ist auch ein lebendes Fossiel, das deutlich zeigt, warum britische Motorräder einmal so beliebt waren aber auch,
warum die japanische Industrie die Oberhand gewinnen konnte.
Made like a Gun
Technisch basiert die Bullet ,bis auf den Motor, auf einer Konstruktion aus den 50er Jahren.
Ein 500er Einzylinder in einem einfachen Fahrwerk auf dünne Reifen. So wurden britische Motorräder gebaut.
Das Cockpit glänzt vor allem mit dem Nichtvorhandensein von Informationen.
Tachometer mit Gesamtkilometerzähler und 5 Kontrolllämpchen reichen. Der Motor hingegen versetzt die
ganze Maschine in Vibration. Es fallen zwar keine Teile ab, aber mann merkt deutlich das der Motor läuft.
An der Bullet gibt es kein Plastik. Was hier wir Metall aussieht ist auch welches.
Und auf Endgeschwindigkeit und änliches kommt es sowieso nicht an. Hier geht es darum
das Motorrad zu fahren und nicht darum vom Motorrad beherscht zu werden.
Die Schaltung zum Beispiel will beherzt getreten werden.
Zu große Zaghaftigkeit quittiert das Getriebe mit sprüngen in Zwischengänge. Das lernt
und merkt man sich schnell und auch das ist Teil des Fahrgefühls.
Was auf der Landstrasse abgeht, zaubert einem ein Grinsen in’s Gesicht.
Die Bullet rumpelt und bollert, das es eine wahre Pracht ist und
man meint, die Kolbenschläge einzeln zählen zu können.
Zügig bis in den fünften Gang hochschalten - und dann so tun,
als hätte man gar keinen anderen. So fährt man die Enfield.
Dann gleitet man einerseits mit treckerhaftem Sound und vielleicht 3000 Umdrehungen
(Drehzahlmesser ?) bei Tempo 80 durch die Felder, andererseits spürt man dabei, wie jeder
Kolbenschlag die gute nach vorn treibt. Da kommt Freude auf.
Details
Der Motor (500 ccm, 28PS, Luftgekühlt)Classischer Tropfentank

"Cockpit" mit zusätzlicher Uhr
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